Vier Tage verschärft nachgedacht

Es geht wieder rauf an die Küste, das Open in Leer ruft!

Seit 2017 gibt es dieses Turnier in der nordwestlichsten Ecke der Republik, initiiert von Edzard Wirtjes, seiner Firma Spaß mit Sport und unterstützt von der Schachabteilung der Fortuna Logabirum im ostfriesischen Leer.

Von Jahr zu Jahr nun wurde der Wettbewerb größer, stärker, etablierter, bei der Auflage 2019 beispielsweise gewannen die bärenstarken Oliver Mihok aus Erfurt und Spartak Grigorian (Werder Bremen).


Co-Sieger 2019: Spartak Grigorian (Foto: Mads Boe, mange tak!)


Direktor und gute Seele des Turniers: Edzard Wirtjes, Laufexperte und Schachfreund (Foto: Spass mit Sport)

Auch in diesem Jahr geben die Veranstalter wieder alles, so dass deutlich mehr als 200 Teilnehmer an die Bretter können. Die aktuelle Coronalage lässt das alles zu, dennoch soll man vor Ort im Spielsaal am und rund ums Brett vielleicht so langsam wieder Vorsicht walten lassen.

Und Kaffee … hören wir Kaffee und … frei!? DAS ist natürlich ein starkes Argument für das Schach-Open in Leer. Dafür würde ich auch einen (allenfalls theoretischen) Weltmeisterschaftskampf sausen lassen und nach Ostfriesland fahren!


Bitte hier entlang ….

Ebenso vortrefflich ist auch bei dieser Turnierfestivität das Wiedersehen mit allerhand Local Heroes und üblichen VerdächtigInnen des norddeutschen Turnierparketts. Nach ELO ganz boven sind Aljoscha Feuerstack (FC St. Pauli), Julian Kramer (Hamburgischer SK) und Jasper Holtel (SK Münster).

Als weitere IM werfen Jakob Pfreund, Michael Kopylov, Frank Bracker, Hannes Langrock, Malte Colpe und Nick Maatmann ihre Hüte in den Ring.

Was für ein Feld! Sicher wird einer von Ihnen Turniersieger und damit – frei nach Shakespeare – King Leer. Und das freut mich natürlich, denn so liegt der Druck des Open-Gewinnens einmal mehr nicht schwer auf meinen Schultern.

Mit einem Startplatz hübsch mittig in der A-Gruppe und einem Kleinmeistertitel mit eifrig vor sich hinschrumpfender ELO vor meinem Namen kann ich mir den Wettlauf um die vorderen Ränge ganz entspannt ansehen.
Und mir dabei einen freien Kaffee einfüllen – bitte mit Milch, bitte mit Zucker. La vita è bella!

Turnierseite Schach-Open in Leer

PS Mal sehen, ob es jemand bemerkt, oder es Beschwerden gibt? Dieser Vorbericht ist ungefähr der gleiche wie Free Coffee am Meer für das Turnier vor einem Jahr. Auch wir müssen ja sparen, und (vor allem!) jetzt noch ein bisschen üben, bevor es als tieffliegender FM gleich lustig in den Turniersaal geht:

„Jetzt bist Du dabei zu vernichten, was von Deiner Karriere (bzw. Elo-Zahl) noch übrig ist. – Halt die Klappe.“


Birdman – so stressig und schön wie ein viertägiges Open

Olaf Steffens

Ich bin FIDE-Meister seit 1997 und spiele seit 2007 für Werder Bremen. Größte Erfolge: Landesmeister von Schleswig-Holstein 1994, Erster Deutscher Amateur-Meister 2002. Größte Misserfolge: Werd´ ich hier lieber nicht sagen! Diplom-Handelslehrer, ich unterrichte an einer Bremer Berufsschule Englisch, Buchführung und Wirtschaft. Lest weiter hier: https://veganeschachkatzen.de/ueber-mich/

Und sonst so?

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2 Comments

  1. Meine Rede!

    Wenn bei der nächsten Open-Teilnahme aber das Kaffeesieren wieder kostet, muss dann auch mal wieder was bei den ELO-Punkten herumkommen. Ich bleibe dran …

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