Monatsblitz: Junge Füchse, alte Hasen

Groß war der Andrang zum Königlich-Werderanischen Monatsblitzen im April – zwölf blitzhungrige Teilnehmer mischten sich in das Feld der Kontestanten, und beinahe sogar musste das Turnier wegen Überfüllung geschlossen werden. Stefan Preuschat, als turnierleitende Instanz gewohnt souverän, brachte alle Interessierten aber letztlich an die Bretter, und los ging’s!

Mit sieben U18-Spielern und fünf DÜ18 (Deutlich Über 18)- Spielern werden zukünftige SchachhistorikerInnen diesen April-Monatsblitz zu Recht als Generationenprojekt deuten. Denn die DÜ18 hatte in jeder der elf Runden reichlich Mühe, den aufstrebenden Werder-Nachwuchs angemessen im Zaume zu halten – zu steil deren Lernkurve, zu energisch das Spiel in der Vorwärtsbewegung, die U18 sammelte eifrig Punkte!

Sowohl Max Weidenhöfer, der von Minute zu Minute stärker wird in seinem Spiel, als auch Alex Lattreuter, bekennender Anhänger des Londoner Systems, schaufelten beständig Punkte in die Turniertabelle. Andere wie Noah Johann auf der Heide und Mykyta Haluschka setzten ihre Gegner mit flinkem Figurenspiel filigran unter fortgesetzten Zeitdruck.


                         Und schon wieder: die U18 sichert einen weiteren Punkt

Sturm und Drang der jungen Füchse also, unaufhaltbar? Allein, die Abschlusstabelle spricht – für dieses Mal zumindest – eine andere Sprache, und irgendetwas scheinen die älteren Turnierhasen im Laufe des Abends doch noch besser gemacht zu haben.

So war es Stefan Preuschat, der trotz seines turnierleiterischen Dauerdienstes Rang drei sowie den DWZ-Preis für Unter 2000 sicherte, während sich Klaus Rust-Lux (Bremer SG) nach einem holprigen Turnierstart gegen –> die jungen Leute noch versiert auf Platz zwei hinaufarbeitete.

Den Turniersieg schließlich trug mit etwas Vorsprung ein weiterer Veteran davon, Olaf Steffensen, trotz experimenteller Spielanlagen diesmal ausreichend leichthändig, um allzu große Eröffnungskapriolen in Zeitnot noch wieder zurechtzubiegen.
Gegen Alex Lattreuter hätten ihm alle gutgemeinten Tricks indes nicht mehr geholfen – platt seine Stellung wie eine Flunder, doch Alex übersah im Fieber der Zeitnot eine zweizügige Gewinnidee und verlor.


Schach bei Werder, grün und weiß

Auf Platz vier und fünf fanden sich Alex Lattreuter und Max Weidenhöfer aus der U18 ein, vor Jethro Bartel (Findorffer SF) und Andree Schondorf als würdige Repräsentanten der DÜ18-Generation (wobei Jethro natürlich an Jahren noch immer jung ist).

Der Tagessonderpreis der Jury für den Fünftletzten ging an Max Petendra – noch vereinslos, hoffentlich aber bald ein Werderaner!?

Das nächste Turnier spielen wir am 06.Juni. Im Mai setzt der Mobli aus und wird am 09.Mai formschön vertreten von einer Runde Weißenhauser Strand Freestyle Schach (5 Runden Schnellschach 960). Legt schonmal Eure bunten Jackets zurecht!

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Abschließend etwas Live-Monatsblitzen aus der Partie Steffens – Scharnhorster Blitzhand.

In dieser Stellung steuerte ich mit 1.Dg3-g6 meine Dame in Königsnähe, ein Zug mit Blick auf f7, der gerade bei knapper Bedenkzeit irgendwie bedrohlich aussieht.

Nehmen will Schwarz die Dame nicht wegen dem Abzugsschach des Springers und baldigem Matt. Doch die elegante Antwort 1… Te8-e6 hatte ich nicht gesehen (Blitzschach!) und wusste keine bessere Antwort als die Dame nun schnell wieder nach g3 zurückzufahren.

Also 2.Dg6-g3, und die Scharnhorster Blitzhand setzte mit 2… Te6-g6 flugs die Verfolgung meiner Dame fort. Was – folgte?

Monatsblitz Turnierseite

Olaf Steffens

FIDE-Meister seit 1997, seit 2007 Spieler für Werder Bremen in der Zweiten Bundesliga, Oberliga und Landesliga. Größte Erfolge: Landesmeister von Schleswig-Holstein 1994, Erster Deutscher Amateur-Meister 2002, Bremer Pokalsieger 2013! Größte Misserfolge: Werd´ ich hier lieber nicht sagen! Diplom-Handelslehrer, ich unterrichte an einer Bremer Berufsschule Englisch, Buchführung und Wirtschaft. Lest weiter hier: https://veganeschachkatzen.de/ueber-mich/

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