
Werderdrei: Aufs Nordhorn genommen
End of the year– Kater bei Werder 3. Als wohlmeinende Oberliga-Gastgeber hatten wir leckeren Kuchen dargebracht, kochten präsidialen Kaffee, heizten die Räumlichkeiten und bauten sogar die Bretter auf. (Danke an alle tollen HelferInnen!)
Und Nordhorn, unsere Gegner? Kamen vorbei am Sonntagmorgen und griffen mal so eben sechs Brettpunkte ab, in Tateinheit mit zwei hübschen Mannschaftspunkten, um dann sang-und klanglos wieder ins flache Emsland zu entschwinden. Ein kurzer, ein heftiger Besuch. Die wackeren Nordhorner haben getan, was man eben so tut als Gegner. Völlig ok.
Zurück blieb Werder 3, durchgeschüttelt in der Werderburg. In einem Wort: Genordhörnt.
Agonie! Damit stehen wir nach vier Ligarunden im unteren Mittelfeld und müssen uns ein bisschen strecken, um im Januar bei Braunschweig-Gliesmarode wieder Boden gutzumachen. Wird schwer genug. Aber wir probieren! –
Käpt’n Buchale hatte auch zu dieser Begegnung eine seriöse Aufstellung kuratiert. An Brett 1 unterstützte IM David Lobzahnidze, der mit den schwarzen Steinen bald ein brüderliches IM-Remis gegen IM Frank Kroeze vereinbarte.
Dann tat sich einige Stunden lang nichts auf der Anzeigetafel, man aß Kuchen, man trank Kaffee. Finn eroberte eine Qualität und spielte, so dachte ich, nach vorne – nur hatte ich das ganz falsch eingeschätzt, und sein Gegner Bierenbroodspot verbuchte mit einem verheerenden Königsangriff bald den vollen Punkt.

Volles Haus: vorne Nordhorn und Werder 3, hinten Delmenhorst und Werder 5
Zwar kamen wir noch einmal kurz zum Ausgleich, da meine eher wenig exakte Angriffsführung gegen Fabian Stotyn am Ende zu einem eigenartigen Sieg führte. (Teile dieser Partie findet Ihr zusammen mit dem Foto eines müden FM auf der Werder-Seite, kommentiert von Stephan Buchal.)
Indes, hier schon konnte man ahnen, dass dieser Tag nicht im Zeichen der Grün-Weißen verlaufen würde.
Erst musste sich Maria geschlagen geben, etwas, was man bei ihr eigentlich kaum einmal erlebt. Aus der inspiriert gespielten Eröffnung war sie mit leichten Feldvorteilen herausgekommen, hatte dann aber irgendwo den Faden verloren – schade.
Ein fundiertes Remis von Daniel El Canario stellte die Anzeige noch einmal auf 2:3, jedoch sah es in den drei verbleibenden Partien bereits duster aus – Bauer weniger, Qualle weniger, und noch einmal eine weitere Qualität.
David, Max und Peter ackerten noch, was das Zeug hielt, allein, die erfahrenen Nordhorner Kämpen ließen sich davon nicht erweichen und sammelten drei weitere volle Punkte ein. 2:6 in unserer Werderburg – kein schöner Abschluss für das Jahr 2025. Doch gibt es Schlimmeres! Wir kommen wieder. –
Dass am späten Nachmittag dann auch noch Werder das Nordderby in Hamburg mit 3:2 verlor, führte für alle waschechten Werder-Fußballfans zu weiterem Missvergnügen.
Für Fans des HSV dagegen – eher nicht.
Oberliga Nordwest, die heimliche Bundesliga
***
Und dann war da noch … ein kluges Wort zum Klimawandel.
Kein Grund zum Optimismus, weiterhin, weiterhin, weiterhin. Und brachiale Zerstörungen schon in, hey, 25 Jahren? Sieht wohl so aus.
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Ich schätze, das Wohlbefinden des Liga-Katers im Norden hängt davon ab, ob du mit dem Norden eher Flensborg oder eher Læk im Sinn hast 🙂
Oha – ich dachte an eher an Doppelbauer Kiel :-). Natürlich aber sind meine alte Schachheimat in Schleswig und Leck 🙂 auch immer mit im Fokus.
Ich hoffe mal, dass sich die veganen Schachkatzen gut mit dem End of the year-Kater verstehen. (Katz und Katz gesellt sich gern, oder wie war das?) 🙂
Die Katzen sind alle betrübt (in der Liga verloren), doch die Werdertigers versuchen es weiter. End of the year-Kater ist aber natürlich nie so richtig schön.
Wie ist es denn im Norden? Meerkatzen gibt es da doch auch, aber ich hoffe, keinen Liga-Kater.