Weihnachten! Turniere?

Man weiß es ja einfach nicht in diesem Jahr – gibt es Turniere, gibt es keine? Corona, Corona, und ein weitere Winter der (schachlichen) Ungewissheit liegt vor uns, so gut wie ohne Ligaspiele, und der Turnierbetrieb arg reduziert.

Immerhin, die DSOL öffnet in Kürze wieder ihre Portale, als vom Deutschen Schachbund gesandtes schachliches Trostpflaster – eine tolle Idee!

Vor einem Jahr begann die zweite Waffel Staffel der Deutschen Schach-Online-Liga, und für Wochen blickten die Freunde des königlichen Sports einmal die Woche gebannt auf ihre Endgeräte, zum Match am heimischen Schreibtisch auflaufend.
Zehlendorf Berlin war wieder dabei, die Laskers aus Kölle, Roter Turm München und – neben vielen, vielen anderen – natürlich auch die Vertretungen des Hamburger SV SK 1, HSK 2, HSK 3, HSK 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 und? HSK 12! (Wo kommen die alle her – ist Hamburg wirklich so groß? Wow.)
Schön also, dass die DSOL bald in die dritte Auflage geht. Die Liga ist Balsam für den Spielbetrieb landauf, landab, und sie verbindet uns, wenngleich nur online.

Die DSOL 2.0 – Welche Vereine standen im Finale, und wo liegen sie überhaupt? Sei mutig, und klicke auf die Karte!

Coming soon: Das Bremer Silvester Turnier

Die Tage „zwischen den Jahren“ von Weihnachten bis Silvester sind gerne ja auch Außeneinsätze für uns als SchachfreundInnen – mal raus aus den vier Wänden, ran an die vierundsechzig Felder, und kreative Dinge tun. Weihnachts-Open, Silvester-Open, Eure Zeit ist gekommen. Doch darf in diesem Jahr überhaupt turniergespielt werden?

Nicht wenige Veranstalter haben von vorneherein das Veranstalten als für zu unwägbar eingeschätzt, und halten sich bedeckt, bis die Perspektiven wieder besser sind. Drohende Absagen, viele komplizierte – wenn auch berechtigte – Vorgaben für den sicheren Spielbetrieb in den letzten Monaten. Wer will das schon alles stemmen?
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„Wenn nämlich der Punkt erreicht ist, an dem sich der Schwund von Tieren und Pflanzen derart drastisch bemerkbar macht […], ist es definitiv zu spät. […]
Der Klimawandel lässt sich in gewisser Weise rückgängig machen, das Artensterben nicht.
Während die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre wieder sinken könnte, wenn nichts mehr nachkommt, gilt beim Artensterben: Jedes Tier und jede Pflanze, die verschwindet, ist für immer verloren.“

Tina Baier, Für immer verloren, Süddeutsche Zeitung am 17.Oktober 2021


Schmetterlinge gibt’s nicht mehr? Na gut, nicht ganz, aber es werden immer weniger, erschreckend viel weniger. Was tun?
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Andernorts und international wird noch wacker und mit Optimismus konzipiert, wenn auch mit Blick auf „die Zahlen“ und Inzidenzen, die zunehmend bedrohlich wirken, alles nicht ganz unbeschwert ist.

Einer der weltweit unverwüstlichsten Planer ist David Kardoeus, der mit seinem Imperial Chess – Team zur Zeit das 4. Bremer Silvester Open auf die imperiale Zielgerade bringt. Das Turnier läuft auch unter der grün-weißen Flagge des Werder Bremen, und in knapp einer Woche soll es losgehen!

Das BSO ist ein schmuckes Event, eine veritable Turnierperle mit einigem atmosphärischen Anspruch an Tische (--> Tischdecken!), Raum (—> Einzeltisch für alle), Flair (—> Holzfiguren allüberall) und Kaffeeversorgung (—> mit Liebe aufgebrüht).
Gut 140 Apologeten aus Nähe und Ferne sind gemeldet und treten an im Herzen der Hansestadt. Unter 2G-Bedingungen wird es zwar voll, aber sicher nicht bedrohlich voll im Bremer Achat-Hotel.


Nikolas Wachinger (Sieger 2019) und Direktor Kardoeus (Foto: Jakob Kardoeus)

Einige TeilnehmerInnen haben sich vermutlich aus guten Vorsichtsgründen wieder abgemeldet, denn immer kürzer wurde die Warteliste in den letzten Tagen. Doch „Stand heute“ (Niko Kovac) kann gespielt werden – auch die neuen Vorgaben von Politik und Behörden erlauben ein Durchführen des Turniers.
ZuschauerInnen sind vor Ort leider nicht erlaubt, doch werden, so meine ich, immer einige Partien auch ins Netz übertragen.

Und damit mag eine Tür geöffnet bleiben für sieben intensive Runden Schach, für sieben Tassen Kaffee (oder mehr – > 7K plus) im Turniersaal, und sieben Male Euphorie oder Aporie für alle Adepten.

Nach dem hübschen Turnier in Leer nun also eine weitere Möglichkeit, beim Bremer Sylvester-Stallone-Turnier unter soweit es nur geht besten und sicheren Bedingungen zu spielen. Wir freuen uns drauf und sagen – HURRA!


Sylvester Stallone at the chessboard – don’t provoke!

Turnierseite

Greenpeace.de

Hof Butenland – Das Tieraltersheim in Butjadingen

Olaf Steffens

Ich bin FIDE-Meister seit 1997 und spiele seit 2007 für Werder Bremen. Größte Erfolge: Landesmeister von Schleswig-Holstein 1994, Erster Deutscher Amateur-Meister 2002. Größte Misserfolge: Werd´ ich hier lieber nicht sagen! Diplom-Handelslehrer, ich unterrichte an einer Bremer Berufsschule Englisch, Buchführung und Wirtschaft. Lest weiter hier: https://veganeschachkatzen.de/ueber-mich/

Und sonst so?

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