So lieben wir das: Mannschaftskampf!

Nach den sehr langen Corona- Monaten vor den digitalen Endgeräten, Onlineturnier hier, Twitch-Übertragung dort, öffnen sich nun mehr und mehr die Turniersäle, und LOS!! geht es wieder an den Brettern. So kennen wir das, so lieben wir das:

– mit Gegnern
– mit Figuren zum Anfassen, Bewegen, Spüren
– Atmo, Vibrations, Perspektiven, Spannung beim gemeinsamen Spielen und Zuschauen und
– immer die Hoffnung auf frischen Kaffee am Brett. Mit etwas Zucker.


Getränketraum in schwarz und weiß

Nach den langen Monaten also, Onlineturnier hier, Twitch-Übertragung dort, denkt man zurück und findet – nicht viel. Es war besser, viel besser als nichts, und Chapeau an alle, die tolle, wundervolle Corona-Auffang-Onlineveranstaltungen ins Netz brachten, zur Zerstreuung, Erbauung, zum Training, und um unsere Schach-Community weiter zusammenzuhalten, landauf, landab.

Aber Bilder? Erinerungen? Bei mir ist es alles eher vage, wenige sensitive Eindrücke nur, und alles irgendwie ähnlich im Online-Geschäft. Emotional nicht so belebend wie ein Spiel mit Menschen, die man vor sich hat.

Doch war das ja auch irgendwie klar, online kann nicht so gut sein wie „in echt“. Deutsche Internetmeisterschaften, Vereinsblitzturniere im Netz, gleich zweimal die bundesweite DSOL für viele Wochen, Vergleichskämpfe mit anderen Städten, Ligen.
Und natürlich, natürlich Jens Hirneise mit seiner wahnwitzig-unerhört-unglaublichen Welt-Quarantäneliga – toll, toll, auf alle Fälle, dass wir uns im Schach mit spannenden Ideen und innovativen Events ziemlich, ziemlich gelungen über Wasser halten konnten über gut eineinhalb Jahre im Netz.


Die Bremer Werdertigers online auf Sendung

Nun aber drehen wir zurück ins Analoge. Ungewohnt noch etwas, wie war es noch mit dem Vereinsturnier? Wie fühlt es sich an, die Blitzrunde in fremden Vereinen, das Zusammenkommen am Abend,  wo man doch das ganze Anreisen gar nicht mehr so richtig gewohnt ist?
Immerhin, es lohnt sich, sammeln sich doch viele frische Eindrücke und positive Schwingungen in unseren Erinnerungen. Kaffee, Kekse. Und hinterher kommt man nach Haus, ist belebt, und beinahe schon motiviert, wieder mehr für Schach zu tun!

Facetten des Mannschaftsspiels 1:

Die Bremer SG beim Auswärtsspiel in Hannover, aus einem Bericht ungefähr … 20 Jahre her. Tjaja.

Was bei Schachspielern mitunter vorkommen kann: Wir trafen uns um fünf nach acht am Bremer Bahnhof, um ökölogisch und entspannt mit dem Zug und Wochenend-Ticket die Reise nach Hannover anzutreten. Trotz der Umstellung der Uhr auf Sommerzeit waren alle pünktlich da!

Da es aber noch eine Viertelstunde dauerte, ehe der Zug abfahren sollte, meldete sich ein Spieler (Thomas R.) vorübergehend ab, um „noch eben seinen Wagen umzuparken“. Und das war es dann. Thomas kam nicht wieder, fand wohl vor dem Hauptbahnhof keinen Parkplatz mehr, und ab fuhr der Zug – ohne ihn!

Die Mannschaftsführung befiel eine gewisse Unruhe.

Doch es kam alles wieder ins Lot, denn auf das Verpassen des Zuges hin nahm Thomas eben einfach seinen Wagen und brauste nach Hannover. Tatsächlich fand er dort sofort einen Platz für seinen Wagen und war ohne Probleme noch rechtzeitig da.


10:00 Uhr? Ligaspiel!

In diesem Sinne: Viel Erfolg allen bei den nun anstehenden Mannschaftskämpfen. Seid Ihr dabei? Die Bundesliga-Endrunde ganz groß in Berlin, Zugspitzliga tief im Süden, Landesliga Niedersachsen-Bremen – wir rücken wieder aus. Und bringen Kaffee mit. Hurra!


Schach in echt – so ähnlich wie Soul mit Trompete und Saxophon

Olaf Steffens

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