Online is the new Black

Nicht nur der Ligakampf in der verwinkelten Gaststube des Lokalrivalen, verstärkt durch den nicht erhältlichen/ viel zu dünnen/ nicht mehr heißen oder auch nur teuren Kaffee an der Theke bieten vielerlei Ansätze, um die Verantwortung für eine soeben verlorene Turnierpartie herunterzuspielen und die Schuld elegant an die Umstände weiterzureichen.

Die ermutigende Nachricht ist – diese guten Gründe gibt es auch, wenn man zu Hause spielt! Hier ist, was wir für rechtfertigende Stimmen nach vielen Wochen in der Deutschen Schach-Onlineliga oder ihrer bezaubernden kleinen Schwester, der Bremer Umzu-Liga, einfangen konnten.

Warum man auch zu Hause seine Partien verliert, ohne daran schuld zu sein

– unsere Katze wollte ständig raus und kratzte an der Tür (Bremen)

– ich habe nebenbei noch ein paar Aktien geshortet (Frankfurt)

– es lief gerade „The Queen‘s Gambit“ (Überlingen)

–  ich durfte meine Engine nicht mitlaufen lassen  (anonym)

– die Techno-Musik in meinem Club war zu laut (Berlin)

– der Kaffee war zu dünn/ nicht mehr heiß/ zu teuer/ es gab keinen  (Nordwalde)

– ich durfte nicht rauchen (Köln)

– die Katze wollte dann wieder rein und kratzte an der Tür (Bremen)

– meine Partnerin fing in der Zeitnotphase an staubzusaugen  (Magdeburg)

Nun gut, so ist das manchmal – da bleibt dann eigentlich nur der Schwamm drüber- Lockdown Blues von SF Otto Waalkes.



Olaf Steffens

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