
M.U.R.K.S. – Massiver Unsinn, richtig katastrophales Schach
Und überhaupt ist alles längst zu spät,
und der Nervenarzt weiß auch nicht mehr, wie’s weitergeht
(Udo Lindenberg, Andrea Doria)
Wir alle haben schon tolle Züge gemacht. Weltklassezüge – 1.e2-e4!, oder 1… c7-c5, so wie die Meister. Vielleicht sogar ein ersticktes Matt aufs Brett gezaubert, Springer zieht ab, Dame opfert sich, Springer setzt matt!
Da freut man sich, dafür spielt man Schach.
Und … alle haben wir auch Züge gemacht, Partien gespielt, die man nicht so dringend jemandem zeigen möchten. Warum auch? Manchmal geht alles schief, und wäre man im Bett geblieben statt zu diesem einen Auswärtsspiel mitzufahren, die Welt wäre eine bessere gewesen.
So aber hockte man am Brett, kannte sich nicht aus, findet keinen Zugang, ging unter. Und Schicht.

Manche Socken Kombinationen haben leider ein riesengroßes Loch
Obwohl, wie heißt es nochmal beim positiven Denken …?
Ich verliere nie. Entweder ich gewinne, oder ich lerne.
Oh my God. Wie ich diesen Spruch nicht mag …. Denn klar, wir lernen aus Niederlagen, aber den Schmerz der heftigen Klatsche, den spüren wir allemal auch – oder nicht?
Nur um etwas zu lernen, dafür ist das Verlieren doch ein viel, ein viel zu hoher Preis. Da lerne ich doch lieber – nichts.
Indes, weil das Vertuschen bekanntermaßen nun mal gar nichts nützt – hier der Auftakt unserer Serie „M.U.R.K.S. – Massiver Unsinn, richtig katastrophales Schach“ mit einem bunten Strauß –> murksiger Partien aus dem Leben.
Aus irgendeinem Leben? Vielleicht auch, aber – so ist das hier im Blog – vor allem aus Olis kleinem Schachleben:
Wie scheitern FIDE-Meister?
Was machte Steffensen verkehrt?
Hätte es eine Rettung gegeben?

Steffensen: Es ist zum Verzweifeln
Wir schauen uns das an. Ohne besondere Tiefe, nur so. Hier ist Folge 1!
Nichts zu holen gegen den Meister
Oberliga Nordwest, Göttingen zu Gast in Bremen, fast zehn Jahre ist es her. Mein Gegner ist Florian Armbrust, damals (ich meine) frischgebackener niedersächsischer Meister mit einer ELO von 2291.
Was spielt man gegen so einen Mann? Ich versuchte es mit Aktivität und meiner Standard-Anwender-Eröffnung, dem Blaubär und einem frühem Läuferzug nach a6. Leider aber kam es nicht dazu, weil ich schon vorher von diesem wohlfeilen Plan abwich – warum auch immer. Um dann in gut 20 Zügen zu verlieren, ganz hochverdient.
Kein guter Tag, nichts hat gepasst, und rechnen konnte ich offenbar auch nicht. Unsinn eben, da nützten auch 2248 Elo nix. Was nur sollte die Idee mit 7….e7-e5?
Zum Glück sind nicht alle Schachtage so. Und man mag hoffen, immerhin, dass es beim nächsten Spiel besser werden wird.
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Und überhaupt ist alles längst zu spät. Isso.



So kann es kommen – mal verliert man, und mal gewinnt der Gegner respektive die Gegnerin 🙂
(Und dann gibt natürlich noch die Partien Gavin Wall – Olaf Steffens und Niels Piepho – Olaf Steffens, die einen Platz in David Smerdons Meisterwerk „Schlaues Schwindeln im Schach“ gefunden haben…)
🙂 Ja, da sagst Du was. Da passte alles zusammen in den beiden Partien, und vor allem gegen Gavin Wall, das war surreal. Auch so ein heißer Tag wie jetzt gerade hier, das Turnier in Hastings damals wurde ausnahmsweise im Sommer gespielt wegen Jubiläum und so.