
Horst Krause: Vereinsabend!
Seit der Mensch mit seinem Schachbrett aus dem Urschleim kroch, trifft er sich mit seinen Stammesangehörigen zum Vereinsabend.
Das wöchentliche Miteinander dient dem Austausch von Neuigkeiten, der Planung des nächsten Ligaspiels, und natürlich ganz allgemein der Erbauung. Manchmal gibt es auch Bier. Oder Pommes. Und Kaffee, während man Figuren aus Holz über das Brett manövrieren kann.
Was für eine schöne Möglichkeit, seine Zeit beim Schach zu verbringen!

Dem Vernehmen nach leidet der Vereinsabend in Deutschland seit einigen Jahren vor sich hin. Die Leute bleiben einfach weg! Hier und anderswo ist Schach zwar populär wie selten, und doch scheint es nicht mehr attraktiv, regelmäßig an einem festen Wochentag für ein, zwei oder drei Stunden mit den anderen im Club seine Zeit zu verbringen.
Wie schade! Wie kommt’s? Sind es die stets verfügbaren Gegner bei Lichess und Chess.com, die uns vom Gang in den Verein abhalten? Fehlt uns der Elan nach einem ausgefüllten Tag?
Der krumme, eigenwillige, liebenswerte Film „Schultze Gets the Blues“ setzt dem klassischen Vereinsabend ein charmantes Denkmal. Horst Krause, der Mann mit dem Hut, besucht hier einen Club, schaut bei einer Partie zu, es wird gefrickelt und gestichelt – und dann eskaliert die Lage.
Wer hätte das gedacht? Ist Schach – und sind Schachspieler – denn wirklich so? Mag sein. Sei’s drum.
Vereinsabend!
Bier. Pommes. Kaffee. Und Figuren ganz aus Holz. Geht mal wieder hin, Ihr Lieben, und bereichert die Runde!
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Horst Krause, der bodenständige Schauspieler und Mann mit dem Hut, ein Original bekannt aus vielen (krummen, eigenwilligen, liebenswerten) Filmen verstarb vor wenigen Tagen in Teltow bei Berlin.
Rest in peace. Und danke für alles.



Dieser Artikel erinnert mich an die gute alte Zeit im Schachclub. Es ist wirklich schade, dass die Vereine leeren. Lichess ist zwar praktisch, aber der Geselligkeit fehlt etwas. Wer hat nicht gern Bier, Pommes und Schach am Wochentag? Lasst uns hoffen, dass die Vereine wiederbelebt werden!