Corine Pelluchon: Manifest für die Tiere

„Unser Verhältnis zu den Tieren ist ein Spiegel, der uns zeigt, wozu wir in den letzten Jahrhunderten geworden sind. In diesem Spiegel sehen wir nicht nur die Schrecken, die unsere Spezies sich bei der Ausbeutung anderer empfindungsfähiger Lebewesen zuschulden kommen lässt, sondern auch das blei-
che Gesicht einer Menschheit, die ihre Seele zu verlieren droht.“

(Corine Peluchon)

In ihrem Manifest beschreibt die französische Philosophin und Tierfreundin über uns, über Tiere, und wie wir mit ihnen umgehen, immer effizienter in der Nutzung und auch immer skrupelloser in der Ausbeutung. Vermutlich war es schon immer so – doch wird es, je hartnäckiger wir Menschen unser Metier betreiben, immer offenbarer, wie sehr wir die Umwelt damit zerstören, anderen Lebewesen ungekanntes Leid zufügen, und am Ende uns wohl auch selber den Ast absägen, auf dem wir sitzen.

Die Philosophie oder auch der politische Ansatz von Tierrechten scheint sich, wenngleich auf noch sehr kleiner Flamme, auszubreiten. Essen wir einfach alle Tiere auf, oder haben Tiere Rechte, und wie müssten damit als Gesellschaft umgehen?

Die Lage ist äußerst schwierig, und wir müssen mit ihr wachsen. Sie ist neu für uns, deshalb müssen wir auf neue Art denken und handeln […].
Mitbürger, wir können der Geschichte nicht entrinnen. […] Der Weg, den wir gehen müssen, ist klar, friedlich und großzügig.“

(Abraham Lincoln, Rede vor dem US-Kongress zur Frage der Sklaverei am 01.Dezember 1862)

Das Buch von Corine Peluchon (hier verlinkt mit einer Leseprobe) habe ich selber noch nicht gelesen, doch steht es oben auf meiner Leseliste. Nach dem ersten Eindruck allerdings – ein wichtiges Thema, aber vielleicht nicht an allen Stellen zum einfachen Draufloslesen geeignet.
Der Film allerdings, „The End of Meat“, ist auf Anhieb eingängiger und sehenswert. Und Esther, das Wunderschwein, kommt auch darin vor!

Olaf Steffens

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