
Burkhard Mentz: Rapid all over the World
Oh, here we are and here we are and here we go
All aboard and we’re hittin‘ the road
Here we go, rockin‘ all over the world
(Status Quo, Rockin‘ All Over the World)
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Schnelles Schach im lauschigen Bremen: die Schachfreunde Findorff hatten geladen, Schnellschach wurde geboten!
Ein Open den ganzen sonnigen Tag lang, in Memoriam des leider viel zu früh verstorbenen Burkhard Mentz.

Aus der Rochade Bremen, im Februar 2002
Die spielhungrigen Gäste kamen von überall her – man sah Binnenbremer und Butenbremer, Osnabrücker, Buchholzer, Hamburger, Kieler, Hannoveraner, ergänzt um Schachspieler aus dem lateinischen Logabirum, einen Schweizer und gar zwei ukrainische Meisterspieler aus Siegburg und Wolfhagen.
Rapidschach in Bremen – das ist (beinahe schon) Rapid all over the world!
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Bei den freundlichen Findorffern war es so familiär wie bereits in den vielen Schnellschach-Jahrzehnten des Burkhard-Mentz-Memorials zuvor. Wer seine Partie beendet hatte, konnte im Innenhof auf dem Rasen der Kirchengemeinde Fußball spielen und der Schachjugend beim Fangen zuschauen.
Oder sich intensiv dem Büffetvergnügen hingeben, wo der Kaffee einen Euro kostet und der Preis für eine Frikadelle so dynamisch floatet wie bei der Deutschen Bahn. Angebot? Nachfrage? Alles muss raus.
Der aktuelle Frikadellen-Supersparpreis wurde jeweils vor der Runde durchgegeben.

Herwarth Ernst beim Einsatz in vier Küchenwänden

Letzte Turnieransagen von Schiri Jethro Bartel
Um kurz nach elf Uhr stürzten sich die gut 120 TeilnehmerInnen in die erste der sieben Runden (flotte Bedenkzeit 10 + 5). Der allgemeinen Orientierung half, dass bei der Begrüßung zuvor noch letzte Unklarheiten des internationalen Schachregelwerks geduldig aufgehellt werden konnten.
Frage eines sehr jungen Jugendlichen aus dem Saal: „Spielen wir mit Berührt-Geführt?“ – Antwort: „Ja, wir spielen mit Berührt – Geführt.“.
Und schon ging es los!

Drei Turnierfavoriten auf engstem Raum: David Höffer, Jakob Pajeken, Nikita Nechitaylo
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Den unglaublichsten und zugleich enttäuschendsten Turnierverlauf erlebte wohl FM Nikita Nechitaylo von Hannover Listiger Turm. Mit Bravour gewann er alle drei Runden vor der Pause, und mit noch mehr Bravour gewann er gegen stets gewichtiger werdende Gegnerschaft auch die drei Runden danach. Heidewitzka, 6 aus 6, wer sollte da noch mitkommen?
Niemand kam da mit, alle anderen Koryphäen ließen hier und da ihre Punkte, egal ob FM Lara Schulze, IM Giorgi Chokhonelidze, der ukrainische GM Eduard Andreev und FM Vladislav Lymar, FM David Höffer oder IM Jakob Pajeken.
Indes ging der Parcours nun einmal wie angekündigt über sieben Runden, und so konnte GM Andreev mit einem Sieg gegen Nikita am Ende nicht nur gleich-, sondern zusammen mit Jakob Pajeken sogar an diesem vorbeiziehen.
In allerletzter Turnierminute zwar, allein das ist egal – am Ende zählt, wie es am Ende steht, und wenn es nur ein minimaler, ein lässlicher, glücklicher, unglücklicher Buchholzpunkt mehr oder weniger ist. Der erste Preis also, er ging nach Siegburg!

Auf zur nächsten Runde … aber wo sollen wir eigentlich hin?

Der berühmte Blick in den Turniersaal, mit Grüßen nach Buchholz in der Nordheide

Tolle Preise für die B-Gruppe! Die A-Gruppe bekam nur Geld.
Auch wenn das große Turnier für mich ohne Pokal und ohne einen Geldpreis endete – es war sicherlich verdient so, denn sonst wäre es ja anders ausgegangen. Die Tabelle, sie spricht wie immer die Wahrheit.
Und bei sieben experimentellen Anläufen mit der Flügelzange Sb8-a6 nebst Sh8-h6, oder als Weißer Sg1-h3 in Verbindung mit Sb1-a3 war ich mit der Ausbeute von 5 teils glücklichen Punkten noch ganz zufrieden. Außerdem konnte ich auf dem morgendlichen Findorffer Markt leckeren Pflaumenkuchen und ein französisches Baguette erjagen.

Die Flügelzange mit Schwarz

Das Baguette, mein treuer Begleiter an diesem Tag
So war es ein sehr wundervoller Tag auf der formidablen Findorffer Schachrennbahn, mit vielen sehr freundlichen, gut gelaunten Menschen aus Bremen und der Welt, mit bestem Kaffee und reichlich aufregenden Partieverläufen. Was will man eigentlich mehr?
Wir können uns wie immer glücklich schätzen, wie toll das alles ist, und – ganz simpel – dass wir es so erleben dürfen. Hurra!
Das Turnier sowie alle Tabellen bei den Findorffer Schachfreunden



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