
2025 neigt sich
Vor vielen Jahren wurde ein Freund von mir, Timothy Treadwell, zusammen mit seiner Freundin Amie Huguenard von einem Grizzly getötet, und ich erinnere mich, wie einige Medien über die Tragik seines ach so unnatürlichen Todes berichteten.
Aber ist es nicht viel natürlicher, von einem Bären oder einem Hai getötet zu werden, als bei einem Autounfall zu sterben oder von einem anderen Menschen erschossen zu werden?
Paul Watson (Gründer von Sea Shepherd), Wenn der Ozean stirbt, sterben wir auch
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Wovon noch berichten? Ist nicht alles gesagt? Turniere gespielt, Qualifikationen geschafft, Elos aktualisiert. Das Jahr geht dem Ende zu.
Die Schachwelt hat Danya Naroditsky auf tragische, auf traurige Weise verloren. Der große Robert Hübner ist verstorben, ebenso wie der liebenswerte Charakterkopf Vlastimil „Schöner Zug, ist aber gegen Regel“ Hort.
Und ebenso Boris Spassky.
Die Schach-Großen sind weitergezogen, wer weiß wohin. Auch Ralf Mulde, bekennender Bremer und schreibfreudiger Streiter auf den 64 Feldern, ist nicht mehr da – und dabei war er vor Kurzem doch noch da und saß vergnügt am Brett?
Alles vergeht, alle und auch wir. Noch aber bleiben wir ein bisschen und gucken mit Interesse und Ernüchterung an, wie es weitergeht.

Einer der Besten: Boris Spassky, 1978 in Tilburg (Foto: Koen Suyk/ Anefo, Mr Nostalgic, Dutch Nationaal Archief, dank u well)
Was also sagen, wenn schon alles gesagt ist? Das Gute ist – einiges lässt sich doch berichten.
Auf der Weltebene hält sich die Ukraine wacker und tapfer im Krieg gegen die Invasoren aus der schrecklichen Russischen Föderation.
Die katastrophale Erhitzung der Erdatmosphäre geht unverdrossen weiter, obwohl sie von (rechten?) Politikern weltweit gekonnt ignoriert wird. Kippt bald der Golfstrom? Dann werden uns Weihnachtsfeste, Glühwein, der HSV, die Fußballbundesliga und selbst Brüsseler Bauernproteste nicht mehr viel nutzen. Denn dann – isch over.
Und wie geht es den großen Tieren dieser Welt, den großen Haien, Walen, Tigern, Bären, dem Orang-Utan? Es geht ihnen schlecht. Ihr Lebensraum wird von Menschen belagert, und dieses Schicksal teilen sie mit allen anderen Tieren, die sich noch auf dieser Erde tummeln. Ein Trauerspiel, wenn man erst einmal anfängt, darüber nachzudenken.
Zum Glück aber haben wir bei aller berechtigten Sorge immer noch ein paar Gehirnregionen, mit denen wir uns auf Schönes konzentrieren können, auf Ligaspiele, Glühwein, Musik, Liebe, Katzen, Regenwetter. Alles gut.
Und die Freude am Schach, die Freude, ins Schach einzutauchen und daran zu überlegen, sie bleibt, komme was wolle. Bei aller Sorge, etwas Freude muss doch sein?
Zum Beispiel die Freude am Weihnachtsblitz! Hier kamen kürzlich knapp 30 Werderaner zusammen und behakelten sich einen vorweihnachtlichen Abend lang. Old Man Stevens war auch vor Ort, etwas müde zu Beginn, und nur mit Glück konnte ich der nachrückenden Werder-Jugend zweimal energisch von der Schippe springen.
Dann aber lief es – und nach einem Sieg gegen den pfeilschnellen Collin kam ich ein auf Platz 3 im weihnachtlichen Endklassement.
Mein Hauptgewinn: ein sehr hübscher Werder-Schal. Endlich habe ich nun wieder einen – denn mein anderer Werderschal dient seit Jahren als unabdingbares Wärmepolster für auf der Fensterbank verweilende Glückskatzen.

Das Podest: Tiger-Oli, Tiger-Nikolas und Tiger-Max (Foto: Tiger Wiens)
Und die Freude am Silvester-Open in Bremen! Da bin ich zwar nicht dabei, aber cool ist es trotzdem, dass an der Bremer Pferderennbahn zusammenkommen, alle Galopper aus nah und fern. Glückauf!
Und Vorfreude, ja, klar, Vorfreude auch, bald wieder in Verden zu sein bei den großen niedersächsischen Meisterschaften Anfang Januar. Ein Familienfest, ganz Niedersachsen und einige Bremer sind dort und tummeln sich beim Schach. Ein Fest!
Ich bin mit am Start, will sehen, wie es ist am Brett, und möchte den einen oder anderen Kaffee trinken – was sonst wäre der Sinn eines Schachturniers?
Im letzten Jahr war sogar der verwegene Holger Hebbinghaus zugegen und punktete sich markant durch das A-Open. Im kommenden Jahr wohl leider nicht – dafür hat Christian Polster gemeldet, die schnelle Hand aus Hannover, und als amtierender Landesmeister der weltweit stärkste Niedersachse.
Beim Kandidatenturnier in München im Mai sah ich einige seiner Partien, und yep, der Mann kann was. Da werde ich mit meinem Kaffee gerne mal hinschlendern und zuschauen!
Euch allen frohe Weihnachtstage. Übt schön!?, und gehabt Euch wohl!
Der Grizzlybär-Aktivist Douglas Peacock hat einmal eine Rede gehalten, in der er hervorhob, wie wichtig große gefährliche Tiere seien, die die Fähigkeit haben, Menschen aufzufressen. Solche Kreaturen würden uns daran erinnern, dass wir nicht allmächtig seien und bescheiden bleiben müssten.
Paul Watson (Gründer von Sea Shepherd), Wenn der Ozean stirbt, sterben wir auch
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Wer Weihnachten spenden möchte:
Greenpeace
Naturschutzbund Deutschland
Igelhilfe
Und ein ganz wichtiger Hinweis auf einen ganz neuen Blog voller Bremer Energie und positiver, persönlicher und auch nachdenklicher Vibes – willkommen, Lars Milde! Wir erinnern uns gerne an Deinen schwungvollen Bericht zum Aufstieg von Werder 5!
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Milde mischt auf
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Das ist aber eine sehr optimistische Annahme, dass der neue Schal dauerhaft bei dir verbleibt – zwei Schals sind schließlich als Wärmepolster für Katzen doppelt so gut wie einer. 🙂
Ok, zugegeben … es sieht schlecht aus für den neuen Werder-Schal. Muss ich doch wieder meinen HSV-Schal umbinden!